Am 9.1.2026 treffen sich 18 ASK’ler an der Pforte der BAW direkt gegenüber der Kinderklinik des Städtischen Klinikums. Wirklich 18? Nein, einer hat sich ob der nur flüchtig aufgenommenen Wegbeschreibung für den KIT Campus Süd als Treffpunkt entschieden. Klar, der KIT Wasserbau hat seine Hallen in der Nähe der ehemaligen Kinderklinik. Aber Ziel des ersten ASK-Projektes des neuen Jahres er nicht. Das Missgeschick ist schnell korrigiert und auch der letzte ASK’ler stößt zu der Gruppe dazu.
Rebekka und Melissa begrüßen uns bei der BAW. Auf dem Programm stehen eine Testfahrt mit dem Schiffsführungssimulator, sowie eine Führung durch die Experimente in den ausgedehnten Hallen der BAW. Um Gedränge auf der Brücke im Simulator zu vermeiden teilt sich die Gruppe in Crew 1 und 2. Für Crew 1 geht es sofort zum ersehnten Schiffsführungssimulator. Der Rest biegt in den weitverzeigten Hallenkomplex der BAW ab. Während Rebekka in die hohe Kunst der gegenständlichen Modellierung einführt, setzt Melissa unseren Frachter in das virtuelle Wasser vor Koblenz. Die Brücke ist der eines realen Binnenschiffes nach empfunden in alle Richtungen simulieren Bildschirme die Umgebung. Nach einer kurzen Einführung nimmt der erste erfahrene Hochseeskipper auf dem Führerstand Platz. Das Bug schaut in Richtung Karlsruhe und wir blicken auf die Seilbahn zwischen dem deutschen Eck mit Kaiser Wilhem-Denkmal und der Burg Ehrenbreitstein. Der Rhein erscheint wenig attraktiv, so biegen wir in die Mosel ab. Aber schon durch die leichte Kurvenfahrt wird deutlich: So einfach ist das nicht. Auch das potente freidrehbare Bugstrahlruder muss nicht unbedingt eine Hilfe sein, vor allem, wenn es vom 1.ten Offizier nach Gutdünken bedient wird. Wir sparen uns die enge Hafeneinfahrt an Steuerbord für später auf und steuern auf die Balduinbrücke zu. Die ordnungsgemäße Einfahrt zwischen den richtigen Brückenpfeilern gelingt nicht und kurz drauf zerlegen wir Brücke und Boot. Beim Simulator steht der Test der Befahrbarkeit im Vordergrund und nicht der Fehlerfall. Daher gibt es für unseren ersten Versuch auch keinen wirklichen Schadensbericht.
Melissa versetzt unseren in der Brücke verkeilten Kahn wieder in den Rhein. Wir tauschen den Binnenschiffer aus und und fahren dieses mal an der Mosel vorbei. Die Pfaffendorfer Brücke ist leichter zu passieren – vor allem, weil abweichend von der Realität alle Brückensegmente freigegeben sind. Wir legen den Gashebel auf den Tisch und fahren mit Vollgas den Rhein hoch. Die Maschine dröhnt, das Boot liegt stabil im Wasser und wir werden mutiger und drehen im Rhein. Plötzlich wirkt das Manöver kontrolliert und auch das Abbiegen in die Mosel, dieses mal um die spitze Ecke, gelingt. Gerade als Crew 1 sich anschickt, die Grenzen des Modelles auszutesten, steht Crew 2 vor der Tür und die Teams wechseln. Crew 2 gelingt es während ihrer Fahrt sogar mit Gegenverkehr zurecht zukommen. Viele neue Binnenschiffer werden an diesem Nachmittag geboren. Vielleicht sollten wir uns beim zukünftigen Kauf der Rasmus 3 nach etwas größerem umschauen?
Nach dem Besichtigungsprogramm gibt ein paar Getränke in der BAW. Unser Dank gilt Rebekka und Melissa für die tolle Führung! Den Abend lassen wir im Stövchen ausklingen. Neben vielen Segelgeschichten spielen die frisch aus der Presse eingetroffenen “Schön hier…” Aufkleber im ASK-Style eine zentrale Rolle. Lange wird diskutiert, wo man gewinnbringend den ein oder anderen Aufkleber platzieren kann. Sicher nicht hilfreich ist die aktuelle Direktive aus der Staatskanzlei, die Original-Kleber doch nur vor die weltweiten Kunstschätze zu halten und ein Selfie aufzunehmen. Man fragt sich, was dann die Klebefolie auf der Rückseite soll? Für den Zweck des Hinhaltens könnte man auch einen robusten Anhänger verwenden. Über diese Gedanken, schlägt ein subversiver in den frühen 70iger und 80iger Jahren konditionierter Segler die Speisekarte auf und klebt das Teil auf! Die Wetten laufen, wie lange der Kleber unentdeckt bleibt. Bei der nächsten Abfrage, über welchen Kanal man von der ASK erfahren hat, sollte der “Schön hier …” Aufkleber im Stövchen nicht fehlen.