Bevor es am 14.11. offiziell losging, hatten wir bereits zwei Wochen vorher den Grundstein gelegt: Mit einem Online-Seminar hast du dich über Videos gezielt auf zentrale Abläufe vorbereitet, besonders auf Techniken rund ums Setzen und Bergen (u. a. des Gennakers) sowie auf Halsen.
Der Fokus war dabei ganz bewusst klar gesetzt: Bootsbeherrschung und Bootsgefühl standen an erster Stelle. Feinheiten rund um unterschiedliche Trim-Techniken sind dadurch bewusst in den Hintergrund gerückt, denn ohne sichere Basics lenkt das oftmals zu sehr von den wichtigen Punkten ab.

Anreise & Einstieg: Warm-up mit Lerneffekt

Ein Teil der Crew hat sich bereits am Abend vor dem Start in einem mexikanischen Restaurant getroffen, eine lockere Einstimmung, die auch gleich eine wichtige Erkenntnis geliefert hat: Bier mit Tabasco ist keine gute Idee. Der Abend war trotzdem rund, entspannt und genau das richtige Warm-up, bevor es am nächsten Morgen ernst wurde.

Tag 1: Bootsübergabe und „Willkommen im Seegang“

Am ersten Trainingstag ging es frühmorgens direkt mit der Bootsübergabe los: Kaution online hinterlegt, Ausrüstung geprüft, den Gennaker durchgesehen, Boote gecheckt – und dann ab aufs Wasser.

Der Auftakt hatte es in sich: rund zwei Meter Welle, aber gleichzeitig sehr wenig Wind. Viele wurden schnell seekrank, die Segel fielen immer wieder ein und auch der Gennaker stand bei den Bedingungen nur eingeschränkt. Unter diesen Voraussetzungen war strukturiertes Training schwierig, selbst das Anfahren und verlegen der Bojen war mit dem Motorboot (RIB) bei dem Seegang schon eine Herausforderung.

Trotzdem haben wir nicht aufgegeben: Nach einer kurzen Erholungspause für ein Teil sind wir am Nachmittag ein zweites Mal rausgefahren, um den Tag nicht verschenkt zu haben.

Danach war klar: Ein harter Start, aber wir haben es trotz der Bedingungen gemeistert!
Auch Winter Series (Wochenendregatta) auf der J70 konnten keine Wettfahrt durchführen.

Tag 2: Struktur, Manöver und Rhythmus

Am zweiten Tag waren die Bedingungen deutlich besser: weniger Welle, mehr Ruhe an Bord und damit endlich die Grundlage für produktives Training. Wir konnten direkt mit den Manövern einsteigen.

Setzen und Bergen des Gennakers

Halstechniken mit dem Gennakers

Saubere Abläufe und klare Rollenverteilung an Bord

Sobald die Grundlagen sicherer wurden, wurde das Training mit kleinen Wettfahrten ergänzt. Ziel war nicht „gewinnen“, sondern möglichst viele Manöver unter realistischen Bedingungen zu fahren für mehr Routine, Timing und Bootsgefühl.

Tag 3: Wiederholung, Fortschritt und Crew-Wechsel mit Regatten

Nach dem Debriefing mit dem gewonnenen Bild und Video Material, konnten wir uns nochmal besser auf die Manöver konzentrieren.

Es war sehr schön zu sehen, wie die Abläufe sauberer wurden, das Boot wirkte ruhiger, und die Crew agierte deutlich koordinierter. Teilweise wurden Positionen und Crew-Konstellationen nochmal angepasst, weil einzelne früher abreisen mussten. Auch dies war am Ende kein Problem mehr für uns.

Datum: 14.11.25 - 16.11.25
Revier: Barcelona
Boot: 7 x J80
Crewstärke: 25
Studentische Teilnehmer: 6
Start- & Zielhafen: Port Olímpic
Typ: Up & Down
Klasse: Einsteiger
Projektleiter: Joshua Weller
Bericht: Port Olímpic